Förderpreis für Strafrecht zum zweiten Mal vergeben

Bonner Strafrechtspromotion mit Reformvorschlag zum Jugendgerichtsgesetz ist mit dem „Eimer Heuschmid Mehle“-Preis 2015 ausgezeichnet worden

Die Bonner Doktorandin Dr. Annika Kleinbrahm hat den mit 5.000,00 € dotierten „Eimer Heuschmid Mehle-Preis 2015“ für ihre Dissertation auf dem Gebiet des Jugendstrafrechts erhalten.

„Frau Dr. Kleinbrahm hat die angegangenen Probleme überragend gelöst und damit einen wertvollen Beitrag zur Anwendung des Opportunitätsprinzips in der Praxis geleistet.“ so Prof. Dr. Volkmar Mehle in seiner Laudatio an die Preisträgerin. Unser Namenspartner würdigte damit ihren Regelungsvorschlag zu § 45 Jugendgerichtsgesetz als Impuls zur Reformdiskussion im Jugendstrafrecht und allgemeinen Strafverfahrensrecht.

Die Promotionsarbeit untersucht die von Bundesland zu Bundesland variierende Handhabung der sogenannten Diversion. Diese eröffnet der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit, bei jugendlichen Tätern auf ein formelles Strafverfahren zu verzichten, jedoch gegebenenfalls Alternativen wie gemeinnützige Arbeit oder ähnliches anzuordnen.

„Divergente Diversion im Strafverfahren – Eine Untersuchung zu Ausmaß, verfassungsrechtlicher Bewertung und Vermeidung regionaler Rechtsungleichheit unter Berücksichtigung der Diversionsrichtlinien“ – unter diesem Titel belegt die Promovendin anhand von Kriminalstatistiken, dass die Bundesländer die Diversion sehr unterschiedlich anwenden. „Dies ist im Ergebnis nicht hinnehmbar“, betonte Rechtsanwalt Dr. Mehle in seiner Laudatio weiter. Denn von der verfahrensrechtlichen Behandlung der Verfehlung des Jugendlichen könne in erheblichem Maße sein weiteres Leben abhängen. Umso verdienstvoller sei die von Dr. Kleinbrahm vorgeschlagene Konkretisierung von § 45 JGG, welche den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung beachtet und hilft, Divergenzen zu vermeiden.  

Mit dem 2014 etablierten Eimer Heuschmid Mehle Preis würdigen wir jedes Jahr herausragende Leistungen auf dem Gebiet des Strafrechts und des Strafprozessrechts. Mit dieser kontinuierlichen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unterstreichen wir gleichzeitig unsere Verbundenheit mit der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.  

Die Auswahlentscheidung trifft eine Jury, die sich aus Strafrechts-professoren der Universität und unseren Strafverteidigern Prof. Dr. Volkmar Mehle, Dr. Stefan Hiebl, Nils Kassebohm und Carolin Warner zusammensetzt.

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Rechtsanwalt Prof. Dr. Volkmar Mehle mit der Preisträgerin Dr. Annika Kleinbrahm.

 


10.05.2014 


Förderpreis für Strafrecht erstmals 2014 vergeben

Unserer sozialen Verantwortung wollen wir mit einem gesellschaftlichen Weitblick nachkommen.

Förderpreis für Strafrecht erstmals 2014 vergeben

Gleich zwei Bonner Strafrechtspromotionen mit dem „Eimer Heuschmid Mehle“-Preis für Strafrecht 2014 ausgezeichnet

Die beiden Bonner Doktoranden Dr. Scarlett Jansen und Dr. Christian Muders haben für ihre Dissertation den mit je 2.500 Euro dotierten „Eimer Heuschmid Mehle“-Preis für Strafrecht 2014 erhalten.

Prof. Dr. Volkmar Mehle, Namenspartner der Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle, beglückwünschte nicht nur die beiden Absolventen, sondern auch deren Familien, ohne deren „tatkräftige und vor allem von Sorge und Zuneigung getragene Unterstützung“ die Leistung des ersten Staatsexamens und der Doktorarbeit nicht möglich gewesen wäre.

Er kündigte an, die Verleihung des „Eimer Heuschmid Mehle“-Preises von nun an zu einer „lang andauernden ständigen Übung“ machen zu wollen und äußerte die Hoffnung, dass hierdurch der eine oder andere Preisträger und die eine oder andere Preisträgerin den Weg zu Eimer Heuschmid Mehle finden möge.

Dr. Scarlett Jansen hatte zum Thema „Forschung an Einwilligungs-unfähigen insbesondere strafrechtliche und verfassungsrechtliche Aspekte der fremdnützigen Forschung“ promoviert.

Die Forschung an nicht einwilligungsfähigen Versuchspersonen sei von brennender Aktualität, betonte Rechtsanwalt Mehle in seiner Laudatio. Über die grundsätzlichen Probleme der Forschung am Menschen hinaus treffe man hier die Besonderheit, dass die gängigen Rechtfertigungsversuche über das Institut in der Einwilligung nicht greifen, eben weil der Patient zu einer wirksamen Einwilligung unfähig ist. Die Doktorandin habe „eine äußerst sorgfältige Untersuchung“ vorgelegt, „die die mannigfaltigen und unterschiedlichen Gesichtspunkte der Forschung an derartigen Personen erfasst.“ „Hier greifen komplexe Fragen des Strafrechts, des Verfassungsrechts und des Europarechts ineinander, dies im Kontext mit Normen des Arzneimittelrechts und dem der Medizinprodukte. Eine hervorragende Leistung!“, lobte Mehle.

Dr. Christian Muders hat über „Die Haftung im Konzern für die Verletzung des Bußgeldtatbestandes des § 130 OWiG“ promoviert. Und zwar über einen Teilaspekt des Bußgeldtatbestandes des § 130 OWiG: die Haftung der Muttergesellschaft eines Konzerns für deliktische Verfehlungen der ihr eingegliederten Gesellschaften. Eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 1 Mio. Euro belegt werden kann.

Laudator Mehle wies darauf hin, dass die von Muders behandelten Fragen von einer abschließenden Klärung noch weit entfernt seien und auch vom Bundesgerichtshof bislang noch nicht eindeutig entschieden wurden. Der große Verdienst der Arbeit liege daher in den drei Lösungsmöglichkeiten, die der Verfasser herausgearbeitet hat. Die Arbeit besteche zudem durch eine stets klare Gedankenführung, der die sprachliche Fertigkeit ebenbürtig sei.

Die Auswahl unter den beiden Arbeiten, die es in die Endausscheidung geschafft haben, traf eine Jury, bestehend aus drei Strafrechtsprofessoren der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn sowie den Strafverteidigern der Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle, Prof. Dr. Volkmar Mehle, Dr. Stefan Hiebl, Nils Kassebohm und Carolin Warner.

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis wurde 2014 erstmals vergeben und soll in Zukunft jährlich ausgelobt werden. Er dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fachgebiet Strafrecht.

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Rechtsanwalt Prof. Dr. Volkmar Mehle mit den Preisträgern Dr. Scarlett Jansen und Dr. Christian Muders

 


27.6.2013 


Der "Eimer Heuschmid Mehle Preis" für die beste strafrechtliche Promotion wird ab 2014 an der Universität Bonn vergeben

Als eine der größten Bonner Anwaltskanzleien haben wir mit der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn eine offizielle Sponsorenvereinbarung zur Förderung der strafrechtlichen Promotionen getroffen.

Mit einem Preisgeld von 5.000 Euro soll jährlich von einem gemeinsamen Komitee aus drei Strafrechtsprofessoren des Fachbereichs Rechtswissenschaft sowie den Strafverteidigern unserer Kanzlei die jeweils beste Promotionsarbeit ausgezeichnet werden. Werden mehrere Preisträger in einem Jahrgang ausgewählt, so wird das Preisgeld gleichmäßig verteilt. Erstmalig ausschrieben erden wir den Förderpreis für das Jahr 2014.

Bei einer kleinen Feierstunde in der Universität Bonn haben Prof. Dr. Volkmar Mehle, Dr. Stefan Hiebl und Nils Kassebohm als Vertreter der Kanzlei und der Dekan der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät Prof. Dr. Klaus Sandmann den Sponsoringvertrag am 26.6.2013 unterzeichnet.

Auszeichnung wissenschaftlicher Leistungen von praktischer Bedeutung

„Durch den Eimer Heuschmid Mehle Preis sollen hervorragende wissenschaftliche Leistungen von großer praktischer Bedeutung auf dem Gebiet des Straf- und Strafprozessrechts gefördert werden“, so Prof. Dr. Klaus Sandmann. „Damit bekennen wir uns als Universität gemeinsam mit unserem Sponsoringpartner zur Exzellenzförderung in der juristischen Lehre, Forschung und Praxis“.

Die Verbindung unserer Kanzlei mit dem rechtswissenschaftlichen Fachbereich der Universität Bonn ist historisch gewachsen. Schon einer der Namensgeber der überregional tätigen Kanzlei, Prof. Dr. Volkmar Mehle, war nach Studium und Promotion in Bonn lange Jahre am strafrechtlichen Institut des Fachbereichs tätig. Und auch die jüngere Riege des strafrechtlichen Dezernats der Kanzlei, Dr. Stefan Hiebl und Nils Kassebohm, zählen zu den Alumni des Fachbereichs.

Anerkennung der Anwälte für die akademische Ausbildung

„Von der exzellenten akademischen Ausbildung an dieser Universität profitieren wir Anwälte in unserer täglichen Praxis als Strafverteidiger. Mit dem Förderpreis wollen wir unsere Anerkennung für die Leistungen der Universität mit der Förderung des juristischen Nachwuchses verbinden“, so Prof. Dr. Volkmar Mehle bei der Vertragsunterzeichnung wörtlich. Das Engagement für den Nachwuchs im Strafrecht soll auch nach Aussage unseres geschäftsführenden Partners, Dr. Andreas Fränken, langfristig angelegt sein.


Die Preisträger des Eimer Heuschmid Mehle Preises erhalten neben dem Preisgeld auch diese namentlich gekennzeichnete Trophäe.

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Weitere Informationen unter www.jura.uni-bonn.de